Der weibliche Selbstwert: Wie Frauen zu mehr Selbstwert kommen

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Ich habe mein zweites Buch fertig geschrieben. Mein erstes Buch „Chi statt Botox“ ist mittlerweile 4 Jahre alt und geht gerade in die 5. Auflage. Damals wie heute hatte ich das Problem, den Zeitpunkt zu erkennen, wann ich fertig bin. Woran erkennen wir, dass wir gut genug sind? Gut genug für ein Projekt, gut genug, um etwas einzufordern, oder einfach nur gut genug als Mensch? Und warum ist der weibliche Selbstwert eine ganz spezielle Geschichte?

Der Selbstwert und die Killerstimme

Seit mein Buch fertig ist, quält mich eine innere Stimme: „Das Buch ist Schrott, kein Verlag meldet sich.“ Ich antworte mir selbst, dass ich es sorgfältig korrigiert habe, doch die Zweifel bleiben. Wie viele Bestätigungen brauchen wir eigentlich, um uns gut genug zu fühlen? Diese Stimme lässt uns verstummen, obwohl wir etwas zu sagen hätten. Sie sorgt für Schuldgefühle und lässt Träume oft Träume bleiben.

Weiblicher Selbstwert

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Die Fragen hinter der Frage

Wer bestimmt, was gut genug ist? Hinter dieser Frage stecken entscheidende Punkte: Wann darf ich mich zeigen? Wann darf ich Wertschätzung für mich empfinden und Respekt einfordern? Wann darf ich mit mir zufrieden sein? Schauen wir uns die Wege an, die wir oft fälschlicherweise wählen.

1. Anerkennung von Außen

Erfolg und Anerkennung

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Anerkennung ist angenehm, aber nicht die endgültige Antwort. Solange die kritische Stimme in dir nicht verstummt, wertet sie jeden Erfolg als Zufall ab („Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“) und hört nur auf Kritik.

2. Unsere Ziele erreichen

Wir glauben, wir sind gut genug, wenn wir befördert wurden oder abgenommen haben. Doch das ist oft nur eine Karotte vor der Nase. Haben wir ein Ziel erreicht, legen wir die Messlatte sofort höher. Die innere Stimme ist ein hungriges Ungeheuer, das nie satt wird.

3. Mehr haben als andere

Neid kann motivieren, aber er bringt keinen inneren Frieden. Es wird immer jemanden geben, der etwas hat, das du nicht hast. Dieser Vergleich ist eine Sackgasse.

Raus aus der Sackgasse

Die Lösung liegt dort, wo das Problem liegt: in dir selbst. Befreien kann dich nur, wer dich festhält – und das bist du. Das Gefühl, nicht gut genug zu sein, produzieren wir selbst. Die Heilung liegt in der Entscheidung, die Erwartungen der Umwelt nicht ungefiltert zu den eigenen zu machen.

Innere Reflexion

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Vorsicht, Frauenfalle!

Hinterfrage die Bilder, wie eine Frau zu sein hat. Diese „eierlegenden Wollmilchsäue“ existieren nicht. Jede Frau, die vorgibt, alles perfekt im Griff zu haben, untergräbt das Selbstwertgefühl anderer. Es wird Zeit, Aufgaben abzulehnen, für die es weder Respekt noch Bezahlung gibt, und uns zu gestatten, das zu fühlen, was wir wirklich fühlen.

Gesellschaftlicher Druck

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Erkenne deine Strenge und setze Grenzen

Wenn du eine Freundin so behandeln würdest wie dich selbst, wäre sie noch mit dir befreundet? Achte auf deinen inneren Dialog. Deine Energie ist endlich. Die Chinesen nennen die Lebenskraft „Jing“ – und dieses Reservoir ist begrenzt. Wer seine Grenzen nicht respektiert, handelt lebensfeindlich gegen sich selbst. Etwas zu 80 % gut zu machen, ist oft mehr als genug.

Mut zur Unvollkommenheit

Unsere Gesellschaft hat Angst vor Fehlern. Aber Perfektion ist gähnend unkreativ. Der tödliche Ernst kostet uns zu viele begabte Frauen und tolle Projekte, die aus Angst nie das Licht der Welt erblicken. Zu zeigen, dass man nicht perfekt ist, öffnet Herzen. Das Leben ist wie ein unebener Boden, bei dem jede Fliese eine Geschichte erzählt – sei lieber ein „Hundertwasser“ als ein humorloser Perfektionist.

Lebensfreude

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