8 Fragen, die eine Frau über 40 sich stellen sollte

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Willkommen in der Midlife-Crisis, einer wilden Zeit, in der Beziehungen zerbrechen, Jobs gekündigt werden und alles auf den Kopf gestellt wird. Willkommen in der zweiten Pubertät, einer unbequemen Zeit voller Fragen ohne Antworten, voller Unsicherheiten und Umbrüche. Willkommen in der Mitte des Lebens, wo du dich – vermutlich gegen deinen Willen – befindest.

Haben wir nicht früher immer gedacht, dass in diesem Alter nichts Interessantes mehr passieren kann? Dass dann schon alles geregelt ist und man sich in der Phase „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ befindet? Wir dachten ja vor Kurzem erst, dass wir schon „angekommen sind“. Wir haben viel gemacht und viel geschafft, es müsste doch jetzt längst alles gut sein. Als junge Hüpfer dachten wir, in diesem Alter sei das Leben irgendwie endgültig geregelt. Und dann das. Wir fühlen uns weniger gefestigt denn je.

Ende der Rollen

Was uns erstaunt ist die Feststellung, dass die Rollen, die wir jahrelang gerne ausgefüllt haben, uns kein Identitätsgefühl mehr vermitteln. Die Schöne, die Süße, die Mutter, die Ehefrau, die zuverlässige Mitarbeiterin, die brave Tochter, irgendwie verwandelt sich all dies in etwas, in dem wir uns nicht mehr zu Hause fühlen. Viele Partnerschaften zerbrechen an diesem Punkt, weil wir das machen, was wir in Beziehungen immer wieder gerne tun – wir projizieren unsere Unzufriedenheit auf den Partner und meinen, woanders mehr Lebendigkeit zu finden.

Suche nach sich selbst

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Dies ist die Zeit einer erneuten Suche nach sich selbst. Wie in der Pubertät treffen wir wieder eine Menge Entscheidungen und sind zutiefst verunsichert. Wenn dein Partner nicht in die Narzissten-Kategorie gehört, ist die Partnerschaft nicht dein Problem, auch wenn dir das manchmal so vorkommt. Jetzt solltest du dich der Suche nach einem neuen Ich zuwenden. Das ist nicht lustig. Egal, wo du hingehst, am Ende begegnest du immer nur dir selbst.

Die Nicht-Antworten haben wir schon

Worum geht es also in dieser Lebensphase? Wir haben schon so viel und sind doch so unzufrieden? Jim Carrey sagte: „Ich wünschte, alle Menschen könnten reich und berühmt werden und alles erreichen, wovon sie träumen, damit sie sehen, dass das nicht die Antwort ist.“

In den ersten 40 Jahren glauben wir, dass wir dieses und jenes erreichen müssen und es macht uns auch zufrieden. In der Mitte des Lebens finden wir heraus, dass all das – das Geld, die Karriere, das Haus, die Ehe, die Kinder – nicht die Antworten sind auf die Fragen, die uns am meisten beschäftigen. Wir können uns betäuben – mit Verliebtheit, Sex, Reisen, Alkohol oder Tabletten, aber all das bringt nicht die Antwort, die wir so dringend brauchen.

Einsamkeit und Reflexion

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Chaos in der Seele

Je mehr Stagnation es in unserem Leben gibt, umso größer ist das Chaos in der Seele. Der dringende Ruf, den die Midlifecrisis uns zuraunt, ist der Ruf nach Bewegung. Wir sehnen uns danach, uns aus unseren Prägungen und Zwängen herauszuschälen und endlich zu begreifen, wer wir wirklich sind. Wir wollen etwas erschaffen, das einen tieferen Sinn hat und uns überlebt. Wir wollen am Puls des Lebens sein.

Innere Inventur

Inventur ist angesagt. All die Dinge, Beziehungen, Engagements, die wir angehäuft haben, wollen in die Hand genommen und von allen Seiten betrachtet werden. Gefällt es mir? Brauche ich das? Will ich es haben? Es ist höchste Zeit, alle Projektionen zurückzunehmen und sich selbst zur Chefin des eigenen Glücks zu erklären. Schluss mit falscher Bescheidenheit und überflüssigen Höflichkeiten.

Die Frau, von der ich träumte

Erinnere dich, du warst mal ein Mädchen mit Träumen und Vorstellungen. Bist du jetzt die Frau, von der du damals geträumt hast? Wenn nicht, wird es höchste Zeit, diese Frau zu werden. Lass dir ausreichend Zeit für diese innere Inventur.

8 Fragen für deine Bestandsaufnahme

  1. Warum tue ich, was ich tue?
  2. Mit welchen Menschen verbringe ich die meiste Zeit? Gefällt mir das?
  3. Welchen großen Wunsch habe ich mir nie erfüllt?
  4. Was werde ich am meisten bereuen, nicht getan zu haben?
  5. Wenn ich heute 20 wäre, was würde ich tun?
  6. Wenn alles bleibt wie es ist, wie werde ich mich am Ende meines Lebens fühlen?
  7. Was tue ich nur für mich, nur aus dem Grund, dass es mich glücklich macht?
  8. Wenn ich heute etwas mühelos für den Rest meines Lebens ändern könnte, was wäre das?

Antworte furchtlos. Es ist die zweite Halbzeit, wir haben keine Zeit mehr für kleinkariertes Denken oder um uns mit dem Zweitbesten zufrieden zu geben. Greif nach dem, was du wirklich willst.

Freiheit und Zukunft

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Tiefer graben, Hingabe üben

Nachdem wir uns 40 Jahre lang im Außen Dinge erobert haben, wird es Zeit, uns nach innen zu wenden. Das braucht Mut, denn die Intuition ist unberechenbar. Es ist Zeit, draußen loszulassen und die Hingabe nach innen zu üben. Wer willst du sein, wenn du die Antwort ganz aus dir heraus findest und keines der vorgegebenen Frauenbilder wählst?

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Du bist so frei wie noch nie, aber vielleicht hast du verlernt, damit umzugehen. Du hast Erfahrung, Gelassenheit und Kraft. Was brauchst du noch, um dich innerlich frei zu machen? Lass dich von deiner authentischen Kraft überraschen. Bleib offen und sei gespannt auf den Menschen, der sich in den nächsten Jahren aus dir entwickeln wird.

Gedanken von 4 zu “8 Fragen, die eine Frau über 40 sich stellen sollte

  1. Margret Gertje sagt:

    Hallo
    Ich habe das Video von Dir bestellt und auch bezahlt- habe aber noch keine
    E-mail dazu erhalten.
    Die Themen sind wirklich klasse und sehr interessant – ich freue mich auf
    das Video.

    L Gr.
    Margret Gertje

    1. Christina sagt:

      Liebe Margret,
      ich habe Dir gestern nochmal eine Email geschickt, wo Deine Zugangsdaten drin sind. Da Du nicht geantwortet hast, möchte ich Dich bitten, eventuell im Spam-Ordner nachzusehen. Du hast Deine Zugangsdaten direkt nach der Bezahlung zugeschickt bekommen, allerdings von der Firma „Digistore“. Sieh mal nach, bestimmt ist die Email da, Du hast vielleicht einen anderen Absender erwartet. Bitte gibt mir unbedingt Bescheid, ob alles klappt.
      Ganz liebe Grüße und viel Freude mit dem Kurs,
      Christina

  2. Hannah sagt:

    Liebe Christina,

    selten habe ich einen Artikel über dieses Thema gelesen, der mit so viel Intelligenz und Herz geschrieben ist, und nicht um den heissen Brei herumredet, sondern direkt zur Sache kommt. Da ich gerade in einer Phase meines Lebens bin, in der ich mich, wird auch höchste Zeit, mit meinen eigenen tiefsten Zweifeln und Unsicherheiten auseinandersetze, macht mir dieser Artikel ausserdem ganz viel Mut.

    Vielen Dank, liebe Christina ! Gut, dass es Dich gibt.

    1. Christina sagt:

      Liebe Hannah,
      vielen herzlichen Dank für Deine Worte. Ich denke, mein Buch „Du bist am schönsten, wenn du du bist“ könnte der richtige Begleiter sein für diese Lebensphase von der Du schreibst. Ich will es hier nicht so platt verkaufen, aber ich mag es selbst sehr gern und blättere gelegentlich darin. 🙂 Ich wünsche Dir jedenfalls alles Liebe,
      Christina

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