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Draußen regnet es und der Wind pfeift hörbar ein Lied darüber, dass es heute zu Hause am gemütlichsten ist. Noch dazu ist Sonntag und wir machen es uns mit den Kids auf der Couch gemütlich. Soeben haben wir ein reichhaltiges Raclette-Essen verdrückt und unser Körper braucht jetzt eigentlich nichts mehr. Eigentlich. In Wirklichkeit holen wir uns eine Packung Kinder-Riegel aus dem Kühlschrank, denn die trainierten Geschmacksnerven verlangen nach Dessert. Heute werde ich schwach. Ich beiße genüsslich in die Schokolade. Seit 7 Wochen habe ich keinen Zucker gegessen.
Auch keinen Honig oder Ahornsirup. Warum? Das war eine ganz spontane Aktion. Auf unserem Detox-Retreat auf Mallorca habe ich letztes Jahr die Macht der Ernährung kennengelernt und ihren Einfluss auf mein Wohlbefinden und Aussehen. Nach einer so eindrucksvollen Woche kehrt man nicht einfach zu den alten Essgewohnheiten zurück. So aß ich letztes Jahr schon viel weniger Süßes und Gluten. Aber ganz damit aufzuhören, das hätte ich nicht für machbar gehalten.
Ich schlafe wie ein Baby (mit schöner Haut)

Mitte Jänner ist mir eine Dokumentation über Zucker untergekommen. Ich war noch recht übersättigt von Weihnachten – wir alle kennen dieses After-Christmas-Gefühl mit drei Kilo mehr und langsamem Stoffwechsel. Die Wirkung des Zuckerverzichts hat mich überrascht: Ich schlief plötzlich wie ein Baby. Nichts in meiner Ernährung hat einen so starken Einfluss auf meine Haut wie das Weglassen von Zucker.
Was macht Zucker mit deiner Haut?
Zucker verursacht Entzündungen
Zuckerkonsum führt zu Entzündungsreaktionen. Das begünstigt nicht nur schwere Krankheiten wie Diabetes oder Alzheimer, sondern zeigt sich auch direkt an der Haut durch Pickel und Akne.

Zucker frisst Kollagen und Elastin weg
Durch Zucker werden Enzyme abgebaut, die für Elastizität und Festigkeit verantwortlich sind. Die Haut wird schlaff, altert vorzeitig und wird anfälliger für Sonnenschäden.
Zucker zerstört die Darmflora
Zucker wirkt ähnlich schädlich wie Antibiotika auf den Darm. Eine gestörte Darmflora führt zu einem fahlen Teint, Unreinheiten und Rosazea.

Dunkle Flecken und unerwünschter Haarwuchs
Insulinresistenz durch hohen Zuckerkonsum kann dunkle Hautflecken und verstärkten Haarwuchs an Oberlippe, Kinn und Koteletten verursachen.
Zucker bringt die Hormone durcheinander
Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist entscheidend für unser seelisches und körperliches Gleichgewicht. Zucker bringt dieses System massiv aus dem Takt, was sich unmittelbar auf das Hautbild auswirkt.
So geht´s mir ohne Zucker
Nach zwei Wochen waren kleine Unreinheiten weg, meine Zähne wurden weißer und das berüchtigte Nachmittagstief verschwand komplett. Während andere nach dem Essen schläfrig gähnten, blieb ich energiegeladen.

Warum so radikal?
Zucker ist eine Droge mit ähnlichem Abhängigkeitspotenzial wie Kokain. Die Empfehlung „Zucker in Maßen“ halte ich für zynisch. Wer süchtig ist, braucht klare Grenzen. Deshalb: No Sugar, Punkt.
Was mir geholfen hat
1. Satt essen: Ich achte auf ausreichend gesunde Fette, die Energie liefern und lange sättigen.
2. Seelische Ausgeglichenheit: Statt Zucker als Belohnung zu nutzen, gehe ich spazieren oder mache Yoga.
3. Motivation durch Wissen: Dokumentationen wie „Voll verzuckert“ liefern neue Bilder für das Unterbewusstsein.
Meine zuckerfreien Snacks
Nüsse und Mandeln sind meine wichtigsten Begleiter geworden. Auch zuckerfreie Lakritze bietet einen intensiven Geschmack ohne Reue.
H2 Woran erkennst du ein „Sugarface“?
Ein „Sugarface“ zeichnet sich durch Unreinheiten, Knitterfältchen und tiefe Stirnfurchen aus. Die Haut wirkt grau, müde und dünn. Wenn Zucker das letzte Glied in der Kette – die Haut – so stark belastet, was richtet er dann erst im Inneren an?
Jeder Tag zählt
Ich halte mich an das Motto: „Jeder Tag zählt“. Zucker hält uns an der kurzen Leine, aber jeder zuckerfreie Tag ist ein Gewinn für Körper und Seele.
Über Christina
Mag. Christina Schmid - In Vorträgen, Kursen und Artikeln vermittle ich mein Wissen aus meiner langjährigen Erfahrung mit alternativen Heilmethoden, Coaching und meinen vielfältigen Ausbildungen. Mein Motto: "Jeder Mensch sollte die Gelegenheit haben, das Beste für sich zu tun". So versuche ich, den Menschen Zugang zu einem Wissen zu vermitteln, welches sonst ausgewählten Kreisen vorbehalten bleibt.
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Gedanken von 8 zu “Wie Zucker die Haut altern lässt: hast du ein „Sugarface“?”
Ich esse schon seit Jahren kaum Süßes und verzichte seit einiger Zeit auf den offensichtlichen Zucker. Das fällt mir nicht schwer, da ich Schokolade und Co nicht so gerne mag. Das schmeckt alles nach Industrie.
Allerdings ist Zucker auch in Brot, in Nudeln sowie in quasi allen vorgefertigten Lebensmitteln ( Soßen, Ketchup, Senf, Fertigprodukten ) und auch in Wein und Sekt. Da wird es dann schwierig mit dem Verzicht. Klar können wir uns unser Brot selber backen und uns an die Nudelmaschine stellen, aber im Alltag ist das kaum machbar. Auch Wein trinke ich gerne. Da braucht es schon eine große Motivation, das alles zu vermeiden.
Im Sommer machen wir uns unser Eis in einer Eismaschine selber. Da nehme ich Kokusblütenzucker. Ein Traum. Er ist zwar teuer, aber da ich ihn nur für die Eisproduktion nehme, geht es. Ich gehe davon aus, dass der Kokusblütenzucker besser verstoffwechselt wird.
Übrigens: Zucker ist die Nahrung von Krebszellen. In der alternativen Krebstherapie wird ebenfalls komplett auf Zucker verzichtet und so der Krebs ausgehungert. Den Rest erledigt ein besser arbeitendes Immunsystem. Zucker säuert zudem den Körper und Krebs wächst nur auf saurem Gewebe. Es ist daher nicht nur aus Schönheitsgründen schlau, Zucker möglichst zu vermeiden.
Liebe Grüße
Barbara K.
Liebe Barbara,
du hast völlig recht, es ist echt schwer. In meinem Fall ist es so, dass ich durch das Retreat letztes Jahr ohnehin auf eine sehr gemüselastige Nahrung umgestiegen bin und diese auch genieße, sie entspricht meinem Geschmack völlig. Brot backen wir seit Jahren selbst, mein Mann ist der Brotmaschinen-Chef. ? Dennoch essen wir von Zeit zu Zeit Nudeln und gelegentlich gekauftes Brot. Soßen und Fertigprodukte nehme ich aber nicht, da ist die Zuckermenge nicht vergleichbar mit Nudeln. Auch ein Gläschen trockenen Weins muss hin und da drin sein. Wenn man keinen Zucker isst, schmeckt der trockene Wein ohnehin ziemlich süß, man kann gar nicht viel davon trinken.
Ich denke, es ist immer die Frage, wo ist man bereit, Kompromisse zu machen. Ich fürchte, wenn ich zB Kokosblüten-Eis essen würde, dass ich dadurch wieder in die Zuckerfalle stolpere. Im Gegensatz zu dir habe ich beim Süßen keine gesunde Grenze…? Da muss jeder für sich erspüren, wo er eine Grenze ziehen mag.
Danke für den Hinweis auf Krebs! Es wundert mich, dass das kein größeres Thema ist und in der Schulmedizin praktisch nicht existent. Das ist meines Erachtens ein grobes Versäumnis, doch dieses Thema würde den Rahmen meines Blogs sprengen.
Ich suche noch einen Weg, wie ich aus „Zuckerfasten“ einen „zuckerfreien Lebensweg“ machen kann. Ohne Kompromisse wird es nicht gehen.
Danke, dass du deine Erfahrung mit uns geteilt hast!
Herzliche Grüße,
Christina
Hallo liebe Christina,
ich habe auch 7 Wochen auf Zucker verzichtet und versucht alle Lebensmittel zu meiden, die Zucker enthalten (z. B. Wurst, etc.).
Leider habe ich an meiner Haut (Gesicht) nicht wirklich etwas gemerkt. ABER: als ich nach diesen 7 Wochen wieder anfing Süßes zu essen muss ich doch sagen, dass ich die eine oder andere Hautunreinheit bekam.
Ich sehe es genau wie Du: Zucker ist das neue Kokain! Ich wünsche mir sehr, dass das allgemein etwas mehr in den Fokus gerät und sich die Lebensmittelindustrie umstellt. Leider gehöre ich zu den Zuckerjunkies und es fällt mir (aus Bequemlichkeit!) schwer auf Süßes zu verzichten. Es ist ja viel leichter ein Stück Schokolade o.ä. zu essen, als sich etwas „Vernünftiges“ zuzubereiten…
Aber wenn das Bewusstsein bei allen geschärft wird, hilft es ja schon mal…
Herzliche Grüße!
Alex
Liebe Alex,
als ich anfing, auf Zucker zu verzichten, pendelte ich lang hin und her zwischen Nicht essen und Zuckerjunkie. Aber nach jeder Zuckerabstinenz aß ich weniger und weniger Zucker. Heute ist es so, dass ich an ein bis zwei Tagen in der Woche ein bisschen Süßes esse.
Es ist ein Prozess, gib nicht gleich auf. Es klappt nicht sofort, dazu sind wir einfach zu sehr von Süßem umgeben. Ich sag mal, es ist wie bei dem Spruch der anonymen Alkoholiker – jeder Tag zählt!
Herzliche Grüße und alles Liebe,
Christina
Hallo Christina,
ich finde ganz toll, was du machst und wie du es machst. Dass Zuckerverzicht jung und gesund hält, sehe ich an mir selber. Ich bin durch meine Migräne dazu gekommen. So lebte ich bestimmt zwanzig Jahre ohne weißen Zucker und Mehlspeisen. So alle zwei Monate bekam ich Heißhunger auf Marzipanschokolade. Da verdrückte ich diese meist auf einmal, dann war mir schlecht und ich hatte wieder zwei Monate keine Lust auf Süßes. Die Migräne war ich in kurzer Zeit los.
Durch eine neue Lebenssituation wurde ich wieder für mehr als zehn Jahre zur Zuckerkonsumentin, was sich auf Haut und Figur negativ ausgewirkte, auch die Migräne meldete sich wieder. Nun lebe ich wiederum ein zuckerloses Leben, allerdings mit Obst in Maßen, jedoch mit sehr viel Gemüse. Kein Mensch glaubt mir, dass ich siebzig bin. Vielleicht hat ja auch meine Gesichtsgymnastik mit den Umlauten das ihre dazu beigetragen. An meine Haut lasse ich übrigens nur Feuchtigkeit und Öle.
Alles Liebe und viel Erfolg weiterhin,
Helga
Liebe Helga,
danke, dass Du Deine Erfahrung mit uns teilst. Sehr spannend. Möge das auch andere motivieren umzudenken. Es ist wirklich schwer, mit Zucker aufzuhören – danach zuckerfrei zu leben finde ich nicht mehr so schwer, man gewöhnt sich daran. Auch ich mache kleine Ausnahmen, passe aber auf, man ist schneller wieder süchtig als man denkt. ????
Alles Liebe,
Christina
Liebe Christina, danke für Deine tollen Videos und Tipps und natürlich auch DeinMut machen. habe mir Dein neustes Buch ausgeliehen und auch Übungen probiert.
Momentan bin ich soooo unzufrieden mit meinem Aussehen. ich bin 58, die Wechseljahre haben mich mit Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen voll im Griff.
Meine Zornesfalte wird immer tiefer und eine zweite bahnt sich an, ich vollkommen unentspannt im Stirnbereich und mache schon Massagen, die Du empfiehlst.
Und ein „Zuckerface“ habe ich glaube auch. Ich bin glaube süchtig danach, komme nicht los davon, hast Du da auch noch einen hilfreichen Tipp oder andere Frauen?
vielen lieben Dank.
Liebe Andrea,
vom Zucker wegzukommen ist nicht einfach. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht – das wollte ich Dir sagen, damit Du nicht frustriert bist, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Es muss nicht auf Anhieb klappen. Ich falle auch heute immer wieder zurück, aber grundsätzlich begreife ich mich als „zuckerfrei lebend“, das ist einfach eine Art neue Identität, die man sich aufbaut. Es ist ein Unterschied, ob man sich zB sieht als „Raucher, der versucht aufzuhören“ oder als „Nichtraucher, der gerade einen Rückfall hat“.
Es gibt auch mittlerweile jede Menge Bücher zu diesem Thema, vielleicht findest Du dort etwas Hilfreiches, das Du immer wieder zur Hand nehmen kannst, wenn es Dir wieder sehr schwer fällt.
Der Zucker ist eine Droge, das ist Tatsache, es ist ganz normal, dass es nicht einfach ist. Aber es ist auf jeden Falle einen Versuch wert!
Herzliche Grüße und alles Liebe,
Christina